Zum Verständnis der Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt ist es natürlich wichtig, die entsprechenden Daten und Fakten zu kennen. In den Statistiken stößt man jedoch auf unterschiedliche Zahlen und stellt fest, dass z.B. arbeitslos und erwerbslos keineswegs dasselbe sind. Die Begriffe beruhen auf den verschiedenen Erhebungsmethoden der Institutionen bzw. den jeweiligen gesetzlichen Grundlagen.
Wir stellen Ihnen daher zunächst ein Glossar A – Z mit kurzen Erklärungen von Begriffen zur Gleichstellung in der Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung: Begriffe von „Arbeitslosigkeit“ bis „Vollzeitäquivalent“.
Um aber die Unterschiede zwischen „verwandten“ Begriffen nachvollziehbar zu machen ist es am besten, sie miteinander zu vergleichen. Dazu haben wir für Sie die folgenden Übersichten zusammengestellt.
Aber auch diese Übersichten reichen leider noch nicht aus, um die Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt tatsächlich zu verstehen, denn diese erschließen sich eben nicht aus den Daten der üblicherweise verwendeten Statistiken. Beispielsweise ist zwar die Erwerbsquote in Deutschland im europäischen Vergleich eine der höchsten, auch wenn man sie nach Frauen und Männern getrennt betrachtet. Allerdings sagt dies über die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der Geschlechter nicht viel aus, angesichts des hohen (und oft unfreiwilligen) Anteils von Frauen in Teilzeitarbeit und atypischer Beschäftigung. Ein realistisches Bild erhält man nur durch die Umrechnung in sog. Vollzeitäquivalente. Hinzu kommt außerdem, dass die Situation am Arbeitsmarkt stark von anderen gesellschaftlichen Gegebenheiten beeinflusst wird, so z.B. von der Verfügbarkeit von Betreuung aber auch vom Steuersystem. Diese komplexen Zusammenhänge werden oft erst verständlich, wenn man die zugrundeliegenden Normen und Werte sichtbar macht, oder anders gesagt, die geschlechterpolitischen Modelle.
Daher beziehen wir auch die Erläuterungen der gleichstellungspolitischen Begrifflichkeiten mit ein:
Allerdings lässt sich das komplexe Geschlechterverhältnis am Arbeitsmarkt weder in einzelnen Begriffsdefinitionen noch in tabellarischen Übersichten erfassen.
Sie finden hier darüberhinaus auch weiterführende Artikel, Erläuterungen von Hintergrund und Zusammenhängen, sowie Literatur/Material, Links.